Die spanische Judoka Laura Gomez (r.) und Gulbadum Babamuratova aus Turkmenistan © dpa - Bildfunk Foto: Lukas Schulze

Judo

Judo-Weltverband sagt Olympia-Qualifikation ab

Olympia muss warten: Wegen der Corona-Krise wird es im Judo bis Ende April keine Qualifikationsturniere für Tokio geben. Der Weltverband sprach von einer "drastischen Entscheidung".

Das Exekutivkomitee des Judo-Weltverbandes (IJF) hat alle Olympia-Qualifikationen bis zum 30. April 2020 abgesagt. "Wir befinden uns in einer unglücklichen Lage, in der wir eine drastische Entscheidung treffen müssen, um die Judofamilie zu schützen und die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen auf der ganzen Welt einzuhalten", hieß es am Dienstag (10.3.2020) in einer Mitteilung des IJF zur Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2.

Turniere in Jekaterinburg, Tiflis und Antalya abgesagt

Der Verband verweist auf die Verschlechterung der Lage in verschiedenen Ländern, die das Reisen immer riskanter werden lasse. Somit werden der Grand Slam im russischen Jekaterinburg ebenfalls ausgesetzt wie die beiden Grand Prix im georgischen Tiflis und in Antalya (Türkei).

Verband will Judofamilie schützen

"Leider ist die Situation jetzt unter vielen Gesichtspunkten gefährlich und kritisch", heißt es in der Mitteilung, "es ist von größter Bedeutung, die Judofamilie in diesen schwierigen Zeiten zu schützen und allen Athleten, die an der olympischen Qualifikation teilnehmen, faire Chancen zu bieten." Inwiefern sich diese Entscheidung auf die Nominierungskriterien für Tokio auswirken wird, ist unklar.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia 2020 in Tokio | 23.07.2020 | 09:05 Uhr

Stand: 10.03.20 10:22 Uhr