11:03 min | 07.08.2021 | Das Erste

Leichtathletik, 10.000 m: Gold für Sifan Hassan - Klosterhalfen Achte

Leichtathletik

Leichtathletik: Klosterhalfen wird Achte, Felix holt elfte Olympia-Medaille

Die Niederländerin Sifan Hassan kam im olympischen Rennen über 10.000 m am Samstag (07.08.2021) in 29:55,32 Minuten ins Ziel und verwies Kalkidan Gezahengne aus Bahrain auf den zweiten Platz (29:56,18). Die deutsche Läuferin Konstanze Klosterhalfen spielte bei der Medaillenvergabe keine Rolle und wurde Achte. Bei den 4x400 m holte Allyson Felix ihre elfte Olympia-Medaille, die Russin Marija Lasizkene gewann Gold im Hochsprung.

Bronze ging in 30:01,72 an die Weltrekordhalterin Letesenbet Gidey aus Äthiopien. Klosterhalfen schaffte es nicht, ganz vorne anzugreifen. In 31:01,97 Minuten belegte sie die achten Platz. "Das macht mich richtig stolz und glücklich", sagte Klosterhalfen im ZDF, die vor den Spielen mit Beckenbeschwerden zu kämpfen hatte. "Für acht Wochen Training kann ich das nehmen."

Bei der WM 2019 in Doha hatte sie über 5000 m überraschend Bronze gewonnen, entschied sich aber in Tokio, nur über die 10.000 m zu laufen.

Zwei Weltrekorde über 10.000 m im Vorfeld der Spiele

"Es ist krass, was da vorne im Moment abgeht", sagte Klosterhalfen vor dem Wettbewerb mit Blick auf den bisherigen Sommer. Anfang Juni hatte es zwei Weltrekorde über die 10.000 m der Frauen gegeben. Am 4. Juni hatte Hassan den Weltrekord um fast elf Sekunden auf 29:06,82 verbessert. Nur zwei Tage später unterbot Gidey diese Bestmarke in Hengelo (Niederlande) noch einmal um fast sechs Sekunden in 29:01,03 Minuten. Von diesen Zeiten war der olympische Lauf über 10.000 m allerdings weit entfernt.

Klosterhalfen lebt und trainiert weiter in den USA

Klosterhalfen lebt in den USA und trainiert bei Pete Julian, dem ehemaligen Assistenten des mittlerweile gesperrten Alberto Salazar,. Salazar wurde in den USA wegen Dopingverstößen 2019 für vier Jahre gesperrt. Später wurde Salazar wegen emotionalem und körperlichem Missbrauch von Sportlerinnen lebenslang gesperrt.

Salazar leitete viele Jahre die vom Sportartikelhersteller Nike finanzierte Laufgruppe "Oregon Project", die im Oktober 2019 angesichts der Skandale geschlossen wurde. Die sportlichen Strukturen der Trainingseinrichtung auf dem "Nike Campus" in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon blieben aber bestehen, dort trainiert Klosterhalfen.

Ergebnisse

Leichtathletik, 10000 m, Frauen, Rennen

Gold Flagge Niederlande NED Sifan Hassan
Silber Flagge Bahrain BRN Kalkidan Gezahegne
Bronze Flagge Äthiopien ETH Letesenbet Gidey
4. Flagge Kenia KEN Hellen Obiri
5. Flagge Burundi BDI Francine Niyonsaba
8. Flagge Deutschland GER Konstanze Klosterhalfen

Leichtathletik, 1500 m, Männer, Finale

Gold Flagge Norwegen NOR Jakob Ingebrigtsen
Silber Flagge Kenia KEN Timothy Cheruiyot
Bronze Flagge Großbritannien GBR Josh Kerr
4. Flagge Kenia KEN Asbel Kipsang
5. Flagge Spanien ESP Adel Mechaal

Leichtathletik, 4 x 400 m, Frauen, Finale

Gold Flagge USA USA Sydney Mclaughlin / Allyson Felix / Dalilah Muhammad / Athing Mu
Silber Flagge Polen POL Natalia Kaczmarek / Iga Baumgart-Witan / Malgorzata Holub-Kowalik / Justyna Swiety
Bronze Flagge Jamaika JAM Roneisha McGregor / Janieve Russell / Shericka Jackson / Candice Mcleod
4. Flagge Kanada CAN Alicia Brown / Madeline Price / Kyra Constantine / Sage Watson
5. Flagge Großbritannien GBR Amarachi Pipi / Jodie Williams / Emily Diamond / Nicole Yeargin

Leichtathletik, 4 x 400 m, Männer, Finale

Gold Flagge USA USA Michael Cherry / Michael Norman / Bryce Deadmon / Rai Benjamin
Silber Flagge Niederlande NED Liemarvin Bonevacia / Terrence Agard / Tony van Diepen / Ramsey Angela
Bronze Flagge Botsuana BOT Isaac Makwala / Baboloki Thebe / Zibane Ngozi / Bayapo Ndori
4. Flagge Belgien BEL Alexander Doom / Jonathan Sacoor / Dylan Borlée / Kévin Borlée
5. Flagge Polen POL Dariusz Kowaluk / Karol Zalewski / Mateusz Rzezniczak / Kajetan Duszynski

Leichtathletik, Hochsprung, Frauen, Finale

Gold Flagge Russisches Olympisches Komitee ROC Marija Lasizkene
Silber Flagge Australien AUS Nicola McDermott
Bronze Flagge Ukraine UKR Jaroslawa Mahutschich
4. Flagge Ukraine UKR Irina Geraschtschenko
5. Flagge Australien AUS Eleanor Patterson
10. Flagge Deutschland GER Marie-Laurence Jungfleisch

Hochsprung der Frauen: Russin Lasizkene siegt mit 2,04 m

Im Hochsprung der Frauen wurde Marija Lasizkene, die für das Russische Olympische Komitee startet, Olympiasiegerin. Sie übersprang als einzige 2,04 m. Silber ging an die Australierin Nicola McDermott, die 2,02 m meisterte. Jaroslawa Mahutschich aus Ukraine gewann mit 2,00 m Bronze.

Marie-Laurence Jungfleisch aus Stuttgart war 1,93 m die beste deutsche Athletin. Imke Onnen aus Hannover schied mit 1,86 m in der Qualifikation aus.

4x400 m der Männer: USA mit klarem Sieg

In 2:55,70 Minuten gewann die USA die Staffel über 4x400 m der Männer. Großer Jubel herrschte bei den Niederländern über Silber, das Team kam in 22:57,18 knapp vor Botwana in 22:57,27 ins Ziel. Deutschlands Staffel war schon im Vorlauf chancenlos ausgeschieden.

4x400 m der Frauen: Olympiasieg für die USA, elfte Olympia-Medaille für Felix

Die Staffel über 4x400 m gewannen die Amerikanerinnen in 3:16,85 Minuten souverän Gold. Sydney Mclaughlin, Allyson Felix, Dalilah Muhammad und Athing Mu liefen dabei eine Saisonbestleistung. Für den amerikanischen Sprintstar Felix war es die elfte olympische Medaille. Nur die finnische Lauflegende Paavo Nurmi war mit zwölf Medaillen in der Leichtathletik-Geschichte erfolgreicher. Am Freitag hatte Felix Bronze über 400 m gewonnen und mit Carl Lewis gleichgezogen.

03:32 min | 07.08.2021 | Das Erste

Leichtathletik, 4x400 m: US-Frauen sprinten klar zum Olympiasieg

Keine Blöße gab sich das favorisierte US-Team und deklassierte die Konkurrenz bei den Olympischen Spielen in Tokio. Silber geht nach Polen, Bronze erkämpft Jamaika.

In 3:20,53 Minuten gewann die polnische Staffel Silber. Jamaika holte in 3:21,53 Bronze. Die deutsche Staffel war im Vorlauf ausgeschieden.

1.500 m der Männer: Gold für den Norweger Ingebrigtsen

Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen gewann derweil olympisches Gold über die 1.500 m der Männer. Er lief in Tokio in 3:28,32 Minuten so schnell wie noch niemand zuvor bei Sommerspielen und unterbot den Europarekord des Briten Mo Farah um 49 Hundertstel. Damit ließ er Timothy Cheruiyot aus Kenia in 3:29,01 Minuten und Josh Kerr aus Großbritannien in 3:29,05 Minuten hinter sich. Robert Farken aus Leipzig war bereits im Halbfinale ausgeschieden.

Olympia-Geschichte

Die erfolgreichsten Olympioniken

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia Tokio 2020 | 07.08.2021 | 23:45 Uhr

Stand: 07.08.21 15:01 Uhr