02:52 min | 25.03.2020 | Das Erste | Autor/in: Barbara Jung

Japan bringt das größte Opfer

Japan und Tokio, die Ausrichterstadt der Olympischen Spiele, trifft die Olympiaverschiebung hart. Die Kosten liegen insgesamt im Milliardenbereich. Viele Händler befürchten Verluste.

IOC

Olympia 2021 - Schwierige Lösung für riesiges Puzzle

Die Verschiebung der Olympischen Spiele stellt das Internationale Olympische Komitee (IOC), Sportverbände und Athleten vor große Herausforderungen. "Ich kann keine ideale Lösung versprechen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

Erstmals sind Olympische Spiele verschoben worden, statt in diesem Sommer sollen sich die Athleten nun 2021 in Tokio messen. Nach der historischen Entscheidung, die aufgrund der Corona-Pandemie unausweichlich war, müssen viele Fragen geklärt werden: Wann genau sollen im kommenden Jahr die Spiele stattfinden? Stehen 2021 überhaupt noch alle Sportstätten in Tokio zur Verfügung? Bleiben die Sponsoren an Bord?

Taskforce "Here we go" nimmt Arbeit auf

Das IOC wird eine Taskforce mit dem Namen "Here we go" gründen, um gemeinsam mit dem Organisationskomitee in Japan Lösungen zu finden. "Möglichst schnell" soll der neue Termin für 2021 festgelegt werden, unterstrich Bach am Mittwoch (25.03.20). Einen genauen Zeitrahmen wollte er aber nicht nennen.

Bach: "Olympia ist ein riesiges Puzzle"

Am Donnerstag sollen erste Gespräche mit den 33 Fachverbänden geführt werden. Gleichzeitig betonte der deutsche IOC-Chef: "Wir stehen vor einer extremen Herausforderung, die Opfer und Kompromisse erfordern wird." Olympia sei ein "riesiges Puzzle, das kaputt geht, sobald man ein Teil herausnimmt." Deshalb bat Bach um Verständnis: "Ich kann keine ideale Lösung versprechen."

Kann das Olympische Dorf 2021 noch genutzt werden?

Es gebe für eine Verschiebung Olympischer Spiele bislang "keine Blaupause." Dies gelte auch für die Frage, ob das Olympische Dorf im kommenden Jahr noch genutzt werden kann. "Das weiß ich zurzeit nicht", sagte Bach: "Dies ist eine der vielen Fragen, die zu klären sind." Die Wohnungen sind teilweise schon verkauft, mit den neuen Besitzern müssten Lösungen gefunden werden.

Keine Sorgen macht sich das IOC, dass Sponsoren, deren Verträge am Jahresende auslaufen, abspringen könnten. "Wir waren mit allen in Kontakt", sagte Bach: "Und da die Spiele im nächsten Jahr weiterhin 'Olympia 2020' heißen, gehe ich davon aus, dass die Vereinbarungen gültig bleiben."

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia 2020 in Tokio | 23.07.2020 | 09:05 Uhr

Stand: 25.03.20 11:45 Uhr