Tischtennisspieler im Rollstuhl bei den Weltspielen der Gelähmten 1972 in Heidelberg © imago/Kicker Foto: Kicker

Heidelberg 1972: Deutschland beim "Heimspiel" vorn

Auch die Paralympics von 1972 werden wie 1968 nicht in derselben Stadt wie die Olympischen Sommerspiele abgehalten. Da das olympische Dorf in München direkt nach den Spielen geschlossen und zu privaten Wohnungen umgebaut wird, kann der Deutsche Behindertensportbund keine Unterbringung für die Athleten organisieren. Heidelberg springt in die Bresche.

Deutschlands damaliger Bundespräsident und Schirmherr Gustav Heinemann eröffnet am 2. August die Spiele, an denen 1.004 Athleten aus 41 Ländern teilnehmen. Goalball und 100-m-Rennen für Sehbehinderte feiern als Demonstrationswettbewerbe Premiere. Die Spiele 1972 zeigen neben allen Erfolgen die Notwendigkeit, das Regelwerk der einzelnen Sportarten zu überarbeiten. Mit der Gründung von Komitees für jede Sportart kommen die Trainer dieser Forderung nach.

Deutsche holen 67 Medaillen    

Die Deutschen gewinnen zum ersten Mal die Nationenwertung mit 67 Medaillen, davon 28-mal Gold. Edmund Weber ist mit drei Siegen (Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf) und einem dritten Platz (Tischtennis) der erfolgreichste deutsche Teilnehmer. Insgesamt sechs weitere Athleten tragen sich mit je drei Medaillen in die Ergebnislisten ein.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Paralympics 2020 | 25.08.2020 | 13:00 Uhr