01:29 min | 22.07.2021 | Das Erste | Autor/in: Elli Hyra

So funktioniert Bogenschießen: Die Regeln

Das Ziel ist 70 Meter entfernt - beim Bogenschießen braucht es Konzentration und Genauigkeit. Erstmals gibt es Einzel- und Teamwettkämpfe bei Olympia.

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Bogenschießen bei Olympia: Regeln und Historie

Bogenschießen und Olympia - eine Geschichte für sich: Der Sport war bereits 1900 im Programm, blieb dann aber lange Zeit außen vor. Ein Überblick über die wichtigsten Regeln und die Historie des Bogenschießens bei Olympischen Spielen.

Im Einzel schießen in der Qualifikation zunächst alle 64 Teilnehmer 72 Pfeile. Die Zielscheibe ist immer 70 Meter entfernt. Anhand dieser Ergebnisse wird eine Setzliste erstellt und es geht im K.o.-System weiter. In jedem Satz werden drei Pfeile geschossen. Wer die höhere Punktzahl erzielt, gewinnt den Satz und erhält zwei Punkte. Bei einem Unentschieden erhalten beide einen Zähler. Wer zuerst sechs Punkte erreicht, kommt eine Runde weiter. Beim Stand von 5:5 entscheidet ein Pfeil über den Sieg.

Das gleiche Prinzip gilt auch in der Mannschaft (sechs Pfeile pro Satz) und im Mixed (vier pro Satz). In beiden Wettbewerben reichen fünf Punkte zum Sieg. Bei einem 4:4 schießt jedes Teammitglied einen Pfeil, die Resultate werden addiert.

Früh im Olympia-Programm, dann lange Zeit außen vor

Bogenschießen feierte 1900 seine Olympia-Premiere. Bei den Sommerspielen in Paris fliegen zum ersten Mal die Pfeile. Auch 1904, 1908 und 1920 dürfen die Bogenschützen antreten. Danach verschwindet der Sport bis 1972 aus dem olympischen Programm. Gründe lassen sich nur vermuten: Einerseits fehlen einheitliche Regeln, andererseits ist der Bogen für viele immer noch mehr ein historisches als ein modernes Sportgerät. Seit der Wiederaufnahme ins olympische Programm kämpfen auch die Frauen um Medaillen.

1931: Die Bogenschützen organisieren sich

Als Sportart bildet sich Bogenschießen im 16. und 17. Jahrhundert in England heraus. 1844 werden die ersten britischen Meisterschaften ausgetragen. 1931 rufen Finnland, Frankreich, Norwegen, Polen und Schweden den internationalen Bogenschützen-Verband FITA (Fédération Internationale de Tir à l'Arc) ins Leben. Im selben Jahr finden auch die ersten Weltmeisterschaften statt. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München werden die Regeln der FITA offiziell anerkannt und die sogenannte "FITA-Runde" zum Standard bei internationalen Wettkämpfen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia 2020 in Tokio | 22.07.2021 | 09:05 Uhr

Stand: 18.03.21 10:02 Uhr