Die deutschen Reiterinnen Doris Capowitza, Angelika Trabert und Birgit Breiszisz (v.l.) vor dem Abflug nach Atlanta. © picture-alliance / dpa

Atlanta 1996: Rückschritt für die Paralympics

1996 nehmen erstmals Athleten mit geistiger Behinderung an den Paralympics teil. Insgesamt 56 Athleten messen sich in vier Demonstrationswettbewerben in der Leichtathletik und im Schwimmen. Ein Schritt nach vorn, aber auch einer zurück: In Bezug auf eine behindertenfreundliche Organisation bedeuten die Spiele von Atlanta einen Rückschritt. Die paralympischen Wettbewerbe finden in den oft schon teilweise abgebauten Einrichtungen der Olympischen Spiele statt.

Die vierfache Goldmedaillengewinnerin Louise Sauvage (Australien) fasst das Gefühl vieler Athleten zusammen: "Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich wie eine Bürgerin zweiter Klasse gefühlt." Die Paralympics scheinen für die Veranstalter nicht viel mehr zu sein als ein kleiner Nachtrag der Sommerspiele.

Schwimmerin Yvonne Hopf triumphiert

Fünfmal Gold und einmal Silber geht an Yvonne Hopf im Schwimmen. Die stehende Volleyballmannschaft der Herren kann ihren Titel von 1992 verteidigen. Die deutschen Frauen gewinnen zum ersten Mal das Goalballspiel. Mit 149 Medaillen sammeln die Deutschen deutlich mehr als die in der Nationenwertung vor ihnen auf Rang zwei liegenden Australier (106), die aber mit 42 Goldmedaillen zwei mehr als die Deutschen erringen können.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Paralympics 2020 | 25.08.2020 | 13:00 Uhr