00:32 min | 31.08.2021 | Das Erste

Leichtathletik: Kugelstoßer Dietz gewinnt Paralympics-Bronze

Leichtathletik

Paralympics: Dietz gewinnt Bronze im Kugelstoßen

Kugelstoßer Sebastian Dietz hat bei den Paralympischen Spielen wieder eine Medaille gewonnen. Im Kugelstoßen holte er am Dienstag (31.08.2021) Bronze, verpasste aber die Wiederholung seines Sieges von 2016. Erstmals leer ging dagegen Martina Willing aus. Am frühen Nachmittag gibt es eine weitere gute Chance auf eine Medaille.

Sebastian Dietz darf sich über seine dritte Medaille bei Paralympischen Spielen freuen, auch wenn er einen weiteren Triumph nach 2012 (Diskus) und 2016 (Kugel) verpasst hat. In der Klasse der Athleten mit Koordinationsbeeinträchtigungen (F36) stieß er mit 14,81 Meter persönliche Saisonbestleistung und wurde Dritter. Die Goldmedaille ging an den überlegenen Russen Wladimir Swiridow, der nicht nur Dietz' paralympischen Rekord (14,84 m) pulverisierte, sondern mit 16,67 m auch noch seinen eigenen Weltrekord um 35 Zentimeter verbesserte. Der Tunesier Yassine Guenichi sicherte sich mit Landesrekord (15,12 m) Silber und vergoss danach Tränen der Freude.

2:58 min | 31.08.2021 | Das Erste

Sebastian Dietz: "Bronze ist die wertvollste Medaille von allen"

Der Para-Kugelstoßer hatte mit vielen Rückschlägen zu kämpfen.

Tränen bei Dietz: "Mental und körperlich der schwerste Weg"

"Ich habe mich belohnt für die harte Arbeit, nicht mit Gold, aber mit einer Medaille. Ich weiß, ich kann noch mehr, aber ich bin noch nicht fertig", sagte der 36-Jährige nach dem Wettkampf unter Tränen. "Es ist etwas ganz anderes als in Rio. Das hier war sicherlich die schwerste Medaille, die ich mir erkämpft habe. Mental und körperlich war das der schwerste Weg, den ich gegangen bin." Dietz hatte in den vergangenen zwei Jahren sowohl mit Verletzungen als auch mit mentalen Problemen zu kämpfen. Deshalb sei die Medaille "ein Gewinn und keine Niederlage".

Brämer-Skowronek verpasst Top 3

Im Kugelstoßen der sitzenden Klasse F34 erreichte Marie Brämer-Skowronek gleich in ihrem ersten Versuch ihre beste Weite mit 7,73 m. Dies reichte im Endklassement für Rang vier. Für die 30-Jährige aus Wolmirstedt war es bei diesen Spielen der einzige Wettkampf. Bei ihrer ersten Paralympics-Teilnahme 2012 in London trat sie außerdem noch im Speerwerfen an und holte damals Silber. Zu einer erneuten Medaille fehlte in Tokio aber fast ein halber Meter. Gold ging an die Chinesin Zou Lijuan (Weltrekord 9,19 m), Silber an Lucyna Kornobys aus Polen (8,60 m) und Bronze gewann die Marokkanerin Saida Amoudi (8,21 m).

Speerwurf: Willing verpasst die Medaillenränge

Mit 61 Jahren nahm Martina Willing bereits an ihren neunten Paralympics (achtmal Sommer, einmal Winter) teil. Die blinde Rollstuhl-Athletin (F56) blieb dabei erstmals ohne Medaille. Im Speerwurf der Klassen F55/56 kam sie mit 19,78 m auf Rang fünf. 1992 in Barcelona, 1996 in Atlanta und 2008 in China hatte sie mit dem Speer Gold gewonnen. Diesmal musste sie sich jedoch der teils deutlich jüngeren Konkurrenz geschlagen geben. Siegerin wurde die Iranerin Hashemiyeh Motaghian Moavi mit der Weltrekordweite von 24,50 m. Elf Zentimeter weniger bedeuteten für die Brasilianerin Raíssa Rocha Machado nationalen Rekord und Silber. Rang drei sicherte sich Diana Dadzite mit paralympischem Rekord in der Klasse F55 (24,22 m).

Ergebnisse

Leichtathletik, Speerwurf, F55/F56 - sitzend, Frauen

Gold Flagge Iran IRI Hashemiyeh Motaghian Moavi
Silber Flagge Brasilien BRA Raissa Rocha Machado
Bronze Flagge Lettland LAT Diana Dadzite
4. Flagge Algerien ALG Nadia Medjmedj
5. Flagge Deutschland GER Martina Willing

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Paralympics Tokio 2020 | 31.08.2021 | 09:05 Uhr

Stand: 31.08.21 11:10 Uhr