05:16 min | 22.03.2020 | Das Erste

Olympia: Fackellauf trotz Corona

Wegen der Corona-Krise stehen die Olympischen Spiele in Japan auf der Kippe. Trotzdem bleibt der Fackellauf ein Zuschauermagnet. Zehntausende kommen, um sich das Feuer anzusehen.

Fackellauf

50.000 Japaner pilgern zum Olympischen Feuer

Die Ankunft des Olympischen Feuers in Japan hat eine riesige Menschenmenge angelockt - ungeachtet der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus. Zehntausende harrten am Bahnhof Sendai aus.

Ungeachtet der Ausbreitung des Coronavirus haben sich am Samstag (21.3.2020) mehr als 50.000 Japaner für das Olympische Feuer versammelt. Am Bahnhof Sendai in der Präfektur Miyagi wurde die Flamme in einem goldenen Kessel präsentiert, die Warteschlange war 500 Meter lang.

Viele Besucher trugen Mundschutz-Masken und harrten Stunden aus, um das Feuer sehen zu können. Es war am Freitag auf der Matsushima Air Base in Miyagi eingetroffen. Auf ein rauschendes Fest verzichtete das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgrund der Corona-Pandemie.

Fackellauf in Japan soll am 26. März starten

Die Zustände in Sendai lösten bei den Organisatoren offenbar Sorgen aus. Da mehr Menschen als erwartet kamen, wird laut lokalen Medienberichten über einen Stopp der Präsentation nachgedacht.  Am 26. März soll in Fukushima ein mehrmonatiger Fackellauf durch alle 47 Präfekturen des Landes beginnen, ehe das Olympische Feuer am geplanten Eröffnungstag der Spiele (24. Juli) entzündet werden soll.

Erneuter Abbruch droht

Die japanischen Organisatoren wiesen darauf hin, dass auf größere Zuschauer-Beteiligungen verzichtet werde, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Sollten sich dennoch an der Strecke größere Menschenmengen bilden, werde der Fackellauf wie schon bei seinem Start in Griechenland abgesagt.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia 2020 in Tokio | 23.07.2020 | 09:05 Uhr

Stand: 22.03.20 09:15 Uhr