Menschen in Rollstühlen spielen Basketball vor dem Eifelturm in Paris. © IMAGO / PanoramiC

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Paris setzt für Paralympics 2024 auf viel mehr Barrierefreiheit

Die Paralympics 2024 in Paris sollen dabei helfen, das Leben von Menschen mit Behinderungen in Frankreichs Hauptstadt zu verbessern. Dieses Ziel hat Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, kurz vor dem Ende der Paralympics in Tokio formuliert.

"Die Spiele sind eine großartige Gelegenheit, unsere Gesellschaft voranzubringen und Probleme mit Behinderungen und Barrierefreiheit sichtbarer zu machen", sagte Hidalgo vor der Abschlusszeremonie in Tokio am Sonntag (05.09.2021). "Für unsere Stadt spielen die Paralympics eine große Rolle zur Verbesserung des täglichen Lebens der Pariser."

15 Pilotbezirke für Barrierefreiheit

"Wir haben eine alte Stadt mit viel Geschichte, aber wir wollen sie in Bezug auf Barrierefreiheit in eine moderne City verwandeln. Es wird hier eine massive Evolution geben", ergänzte Hidalgos Stellvertreter Pierre Rabadan auf einer Pressekonferenz am Freitag (03.09.2021) in Paris.

Dazu sollen im Vorfeld der Spiele 15 Pilotbezirke um olympische und paralympische Wettkampfstätten entstehen - mit barrierefreien Zugängen zu öffentlichen Plätzen, Hotels, Sportstätten oder Dienstleistungsangeboten.

1,7 Millionen Euro für Sport-Projekte

Ganz konkret unterstützt Paris die Kampagne "We the 15", die das Leben der weltweit 1,2 Milliarden Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen (15 Prozent der Weltbevölkerung) verbessern soll. In Vorbereitung der Paralympics sollen zudem in Frankreich 1,7 Millionen Euro für Projekte ausgegeben werden, die Sport als "Tool für positiven sozialen Einfluss" fördern.

150.000 neue Jobs

Zudem versprechen sich die Veranstalter von Paris 2024, dass rund um Olympia und die Paralympics 150.000 Jobs geschaffen werden, dabei sollen auch für Menschen mit Behinderungen "mehr Ausbildungskurse und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden", wie es bereits bei einer öffentlichen Präsentation im Dezember 2020 hieß.

Etienne Thobois, Chef des Organisationskomitees für Paris 2024, erklärte zudem, dass ins Volunteer-Programm mehr und mehr Menschen mit verschiedenen Behinderungen eingebunden werden sollen.

Von 4.400 auf 5.000 Sportler

Die Paralympics 2024 sollen vom 28. August bis 8. September 2024 im Großraum Paris stattfinden. Wie in Tokio 2021 werden in 22 Sportarten und 24 Disziplinen rund 540 Wettkämpfe stattfinden. Die Anzahl der Sportler sollen von 4.400 in Tokio auf 5.000 in Paris wachsen. Und noch eine weitere Veränderung zu den bisherigen Spielen soll es geben: So will Paris die Eröffnungszeremonie nicht im Stade de France sondern in der Pariser Innenstadt veranstalten.

Die Sommerspiele in der französischen Hauptstadt werden die 17. Paralympics sein. Die ersten globalen Wettbewerbe für Sportlerinnen und Sportler mit körperlichen Behinderungen fanden 1960 in Rom statt. Nach Paris werden Los Angeles in den USA (2028) und das australische Brisbane (2032) Paralympics-Gastgeber sein. Die nächsten Winter-Paralympics sind in Peking (2022) und Mailand/Cortina d'Ampezzo (2026).

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Paralympics Tokio 2020 | 04.09.2021 | 09:00 Uhr

Stand: 05.09.21 12:56 Uhr