01:50 min | 18.03.2020 | Das Erste | Autor/in: Barbara Jung

Japan und IOC halten unbeirrt an Olympia fest

Japan und IOC halten trotz der Corona-Pandemie an Olympia in Tokio fest. Kritiker sagen, dass Premierminister Shinzo Abe die Zahl der Corona-Infizierten klein hält, um die Spiele zu retten.

Coronavirus

IOC: "Keine drastischen Entscheidungen erforderlich"

Die Sportwelt steht still, aber das Internationale Olympische Komitee hält unbeirrt an seinen Olympia-Plänen fest. Trotz der Corona-Pandemie spielen die obersten Olympier weiter auf Zeit.

"Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet", teilte das IOC am Dienstag (17.3.2020) nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise mit. "Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich", hieß es in der IOC-Mitteilung weiter. "Jegliche Spekulation zum jetzigen Zeitpunkt wäre kontraproduktiv." Die Tokio-Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden.

Weitere Telefonkonferenzen folgen

In der ersten von mehreren Telefonschalten verständigte sich das Exekutivkomitee mit den olympischen Sommersportverbänden. In den kommenden Tagen sollen weitere Konferenzen mit Nationalen Olympischen Komitees, Athletenvertretern und dem Internationalen Paralympischen Komitee folgen. Immerhin nannte das IOC in seiner Mitteilung die Gesundheit aller und die Eindämmung des Virus als Priorität seines Handelns. Punkt zwei sei die Sicherung der Interessen von Athleten und des Olympischen Sports. Man werde weiter verantwortungsvoll handeln, die im Februar gebildete Taskforce beobachte die Lage rund um die Uhr.

Qualifikationssysteme werden angepasst

Das IOC kündigte zudem an, mit den zuständigen Fachverbänden die Qualifikationskriterien zu überarbeiten. 47 Prozent der etwa 11.000 für Tokio avisierten Athleten seien nach den derzeit geltenden Regelungen noch nicht qualifiziert. Die notwendigen Überarbeitungen sollen Anfang April veröffentlicht werden. "Die Gesundheit und das Wohlbefinden aller an den Vorbereitungen für die Olympischen Spiele Tokio 2020 Beteiligten sind unser Hauptanliegen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Alle Maßnahmen seien ergriffen worden, um die Sicherheit und Interessen von Athleten, Trainern und Zuschauern zu schützen, so Bach.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | Olympia Tokio 2020 | 23.07.2020 | 09:05 Uhr

Stand: 17.03.20 16:03 Uhr